Wie Sie mit Mobbing umgehen können...

Ihr Kind wird in der Schule gemobbt? Sprechen Sie mit ihm und hören Sie ihm zu. Wenn sie ihm zeigen, dass Sie jederzeit da sind, hilft es ihm schon deutlich weiter. Allerdings sollte sich der Alltag nicht nur ausschließlich um das Mobbing-Thema drehen. In den Gesprächen sollten Sie Ihr Kind nicht unterstützen, zurückzuschlagen, sondern ermutigen Sie es, neue Freundschaften zu schließen. Darüber hinaus wäre es optimal, wenn Sie ein Tagebuch schreiben, was wann wie geschehen ist und auch die Zeugen aufführen. Gehen Sie darüber hinaus aktiv gegen die Mobbing-Angriffe vor – sprechen Sie mit dem Lehrer bzw. mit der Direktion, um gemeinsame Maßnahmen zu überlegen. Sie können auch mit der sozialpädagogischen Fachkraft sprechen oder über die Elternvertretung einen Elternabend einberufen. Selbstverständlich steht auch Kaleido Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung und übernimmt es für Sie, eine inviduelle Hilfe für Ihr Kind zu koordinieren. Um sich mit näher mit dem Thema zu beschäftigen, ist es zudem hilfreich, sich mit anderen betroffenen Eltern auszutauschen.

 

Umgang mit Cybermobbing

Ist Ihr Kind Opfer von Cybermobbing oder kennt es jemanden, sprechen Sie offen mit ihm darüber, um das Thema aus der Tabuzone zu holen. Es kann jeden treffen und Sie stehen auf jeden Fall auf der Seite des Opfers – so fasst Ihr Kind Vertrauen zu Ihrer Hilfe. Klären Sie es auf, dass Cybermobbing kein Spaß ist und sogar strafrechtlich verfolgt werden kann. Überprüfen Sie gemeinsam die Einstellungen seiner Privatsphäre in den sozialen Medien, sorgen Sie über die Anbieter dafür, dass beleidigende Einträge gelöscht werden und ermutigen Sie Ihr Kind dazu, auf beleidigende oder sogar bedrohliche E-Mails oder SMS nicht zu antworten. Sie sollten diese Einträge oder Fotos dokumentieren.

Vertrauen und Wertschätzung

Kinder und Jugendliche werden aus verschiedenen Gründen zu Mobbing-Opfern. Oftmals besitzen sie ein geringes Selbstwertgefühl, gehören zu den eher empfindsamen, stillen Persönlichkeiten oder haben ein Konflikt vermeidendes Verhalten in ihrer Familie erlebt. Manchmal sind es auch abweichende Merkmale wie eine Behinderung oder das Gewicht bzw. sie rufen durch teure Kleidung oder Geräte Sozialneid hervor. Damit sie mit Konflikten in der Schule erfolgreich umgehen können, bedarf es einer Erziehung, die auf Liebe, Wertschätzung und Vertrauen beruht. So fühlen sie sich geborgen, entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein und können besser mit Übergriffen umgehen. Gleichzeitig ist auch der Umgang mit anderen respektvoll.

Mobbing vorbeugen...

Durch einen vertrauensvollen, offenen Umgang lässt sich Mobbing vorbeugen bzw. frühzeitig entgegenwirken:

  • Zeigen Sie Interesse am Leben Ihres Kindes, stellen Sie ihm Fragen zur Schule, zu seinen Beziehungen und zu möglichen Konflikten. Sprechen Sie auch mit dem Kind über Ihr Leben, Ihre täglichen Erfahrungen… Das Kind kann daraus Schlüsse ziehen und etwas lernen.
  • Sprechen Sie über Mobbing-Fälle in seiner Klasse, ermutigen Sie es, zu helfen und ggf. auch die Lehrkräfte zu informieren.
  • Loben Sie Ihr Kind in verschiedenen Situationen und machen Sie deutlich, dass Sie sich bei Sorgen Ihres Kindes viel Zeit nehmen und helfen.
  • Pflegen Sie in der Familie einen freundlichen Umgangston, einen lebendigen Austausch und konstruktive Konfliktlösungen.
  • Informieren Sie sich auch auf bei Elternsprechtagen über das soziale Verhalten Ihres Kindes und seiner Rolle in der Klassengemeinschaft.

Prävention und Intervention als langfristige Strategie

Mobbing tritt vor allem dann in Klassen auf, wenn das Klassenklima nicht gut ist und es kein allgemeines Regelwerk für das Sozialverhalten gibt. Umso wichtiger, dass Sie die anderen Eltern dafür gewinnen, generell an den Themen Klassengemeinschaft und Mobbing zu arbeiten – langfristig gilt es, Anti-Mobbing-Strategien durch Präventionsprogramme zu institutionalisieren sowie allgemeingültige Interventionsmaßnahmen zu entwickeln.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir koordinieren für Sie die weitere Hilfe, gestalten in Zusammenarbeit mit unseren Partnern individuelle Angebote zur Vorgehensweise und sorgen so für eine optimale Interventionskette.