Wie verhalte ich mich richtig?

Je länger man einer Mobbing-Situation ausgesetzt ist, desto schwieriger ist es, hier wieder herauszukommen. Am Anfang sind es vielleicht nur dumme Sprüche der Mobber, merken sie aber, dass du dich unwohl fühlst und selber an dir zweifelst, sehen sie darin einen Erfolg und gehen immer weiter. Die ständigen Beleidigungen bis hin zur Gewalt können auf Dauer schlimme Folgen für deinen Körper und deine Seele haben. Unter Umständen treten Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit auf und du schläfst schlecht. Auch deine Seele leidet auf Dauer – du könntest verschlossen und ängstlich werden. Umso wichtiger, sich gegen die Mobber oder Täter zur Wehr zu setzen!

Wenn du das Gefühl hast, Opfer eines Mobbing-Prozesses zu sein, ist es zunächst wichtig zu wissen, dass es nicht an Dir liegt! Die Täter suchen sich ein Opfer aus, und dazu könnten sie jeden benutzen! Da du nichts falsch gemacht hast, ist es umso entscheidender, zu handeln und Mobbing nicht einfach hinzunehmen. So fühlst du dich weniger ausgeliefert und gewinnst an Stärke.

Vertrau dir...

Du hast blöde Gefühle und fühlst dich alleine und hilflos, das ist in der Situation total normal. Versuche, mit den Mobbing-Attacken etwas gelassener umzugehen, denn an dir ist gar nichts falsch. Die Mobber suchen sich einfach ein beliebiges Opfer aus – es könnte jeden treffen. Lass dir nichts von anderen einreden, sondern glaube an dich und deine Fähigkeiten.

Schreib dir...

Eine gute Hilfe ist es, sich ein Tagebuch zuzulegen. So setzt du dich mit dem Geschehen aktiv auseinander und du behältst den Überblick. Du kannst auch ein Protokoll führen, in dem du aufschreibst, wann und wie du gemobbt wurdest. Das hilft, wenn du später Angaben über das Geschehene machen sollst. Dann musst du nicht diskutieren, ob du dir vieles vielleicht nur einbildest…

Sprich darüber...

Beim Mobbing nimmt jeder in der Klasse eine bestimmte Rolle ein – die einen unterstützen den Mobber, die anderen beobachten nur, wiederum andere verteidigen die Gemobbten. Eine Möglichkeit wäre es daher auch, dass du die beobachtenden Mitschüler auf ihr Verhalten ansprichst und mit denen, die dir helfen möchten, über das Mobbing sowie deine Sorgen und Ängste redest.

Was tun bei Cybermobbing?

Wichtig zur Vorbeugung von Cybermobbing ist es vor allem, deine Privatsphäre zu schützen, indem du deine Passwörter geheim hältst und die Einstellungen anpasst. Kommt es dennoch zu Angriffen im Netz, hast du bei den meisten Anbietern die Möglichkeit, die Mobber zu melden oder zu sperren. Versuche, dich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und reagiere nicht auf die Beleidigungen!

Auch ist es wichtig, alle unangenehmen Nachrichten oder Bilder als Screenshot zu sichern, um sie später anderen zu zeigen. Es dürfen nämlich ohne dein Einverständnis keine Fotos von dir online gestellt werden und du darfst auch nicht beleidigt werden – dagegen kann man sogar rechtlich vorgehen! Und zu guter Letzt: Sprich darüber, und zwar mit einem Erwachsenen, dem du vertraust und der dir weiterhelfen wird.

Wehre dich gegen Mobbing, denn die ständigen Beleidigungen können auf Dauer schlimme Folgen für deinen Körper und deine Seele haben!