Mobbing & Cybermobbing

Was ist Mobbing und was ist es nicht? Wenn sich gleichstarke Kinder oder Jugendliche auseinandersetzen, gehört dies zum Alltag und ist eine Möglichkeit, die eigenen Grenzen und die anderer zu erkennen und zu respektieren. Mobbing bietet diese Möglichkeit nicht!

Mobbing

Mit Mobbing wird ein systematisches Verhalten bezeichnet, das darauf abzielt, einem anderen Menschen zu schaden und ihn auszugrenzen. In Abgrenzung zu normalen Konflikten spricht man von Mobbing, wenn bestimmte Merkmale auftreten:

  • Verfestigung eines Konflikts
  • Die gemobbte Person ist unterlegen
  • Die Angriffe halten dauerhaft und über Monate an
  • Die angegriffene Person ist nicht in der Lage, sich aus der Mobbing-Situation zu befreien
  • Das Ziel ist die soziale Ausgrenzung

Mobbing kann dabei sehr unterschiedliche Formen annehmen: Diese erfolgen entweder physisch in Form von Treten, Schlagen, Schubsen, verbal in Form von Beleidigen, Beschimpfen oder sozial in Form von Gerüchte verbreiten, lästern, ignorieren. Der Begriff Bullying wurde früher in diesem Zusammenhang als physische Gewalt gegenüber Schwächeren gesehen, wird heute jedoch meist mit dem Begriff des Mobbing gleichgesetzt.

Cybermobbing

Unter Cybermobbing versteht man die Verleumdung durch das unerlaubte Aufnehmen von Fotos oder Videos mit dem Handy oder das Einstellen ins Internet. Auch Texte per Emails, SMS, WhatsApp oder in sozialen Medien, die ohne Einwilligung der Betroffenen geschehen, zählen zu Cybermobbing. Beim Cybermobbing treten die Täter meist nur anonym in Erscheinung. Dennoch stellt dieses Handeln oftmals bereits einen Strafbestand dar.

Gründe & Folgen von Mobbing

Die Ursachen und Auslöser von Mobbing sind sehr unterschiedlich. Fakt ist: Mobbing kann jeden treffen – unabhängig vom Alter, Selbstbewusstsein oder Schulform. Da es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen gibt, die ein Mobbing-Verhalten unterstützen, suchen der oder die Täter beim Opfer nach wunden Punkten, die unter Umständen von der Norm abweichen und bei denen es sich nicht wehren kann.

Mobbing ist stets mit einem Machtgefälle verbunden. So fühlt sich der Täter dem Gemobbten überlegen, möchte Stärke beweisen und überspielt mit seinen Taten die eigene Unzufriedenheit oder Unsicherheit. Auf das gemobbte Kind oder Jugendliche wirkt sich dieses Verhalten diskriminierend bis hin zu bedrohlich aus. Die Folgen sind Stress – es kann zu abnehmender Konzentration und psychosomatischen Beschwerden wie wie Bauch- und Kopfschmerzen oder Depressionen kommen. Auch ein gestörtes Essverhalten, ein Leistungsabfall in bzw. Fernbleiben von der Schule sind übliche Symptome. Oftmals sind auch zwischenmenschliche Beziehungen in späteren Jahren von den Mobbing-Erfahrungen als Kind oder Jugendlicher geprägt.

Der Begriff Mobbing ist ein häufig eingesetztes Modewort. Um tatsächliches Mobbing so früh wie möglich zu erkennen und die Dynamik zu unterbrechen, ist es wichtig zu wissen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt.