Merkmale von Mobbing

Der Begriff „Mobbing“ wird häufig auch verwendet, wenn es um Alltagskonflikte zwischen Schülern geht. Mobbing beinhaltet jedoch fünf Merkmale, von denen alle erfüllt sein müssen. So muss sich 1. ein Konflikt verfestigt haben, 2. es gibt eine unterlegene Person, 3. die Angriffe geschehen über mindestens drei bis vier Monate, 4. die unterlegene Person kann sich aus eigener Kraft nicht aus der Situation befreien und 5. das Ziel des Mobbings liegt im Ausschluss aus der Klassengemeinschaft. Die Ausprägungen des Mobbings können sich sowohl direkt oder auch im Rahmen von Cybermobbing vollziehen.

Wie entsteht Mobbing?

Es gibt verschiedene Ansätze, wie bzw. warum Mobbing entsteht. So besagen gängige Annahmen, dass die Gründe von Mobbing in zu großen Klassen und/oder in einem zu hohen Leistungsdruck lägen. Aber es sind offensichtlich verschiedene Faktoren, die zu einem Mobbing-Verhalten in Klassen führen:

  • Das Klassenklima ist von sozialem Misstrauen und Machtkämpfen geprägt
  • Es gibt keine übergeordneten Regeln rund um den respektvollen Umgang miteinander
  • Die Wahrnehmung von existierenden Mobbingfällen ist unzureichend
  • Es existiert keine festgelegte Interventionskette
  • Auf Mobbingfälle wird nicht lösungsorientiert reagiert

Darüber hinaus können Mobing-Fälle auch von der persönlichen Einstellung des Täters und den charakterlichen Eigenschaften des Opfers wie mangelndes Selbstwertgefühl verstärkt werden. Auch die Zusammensetzung einer Klasse spielt eine Rolle – es treffen häufig nicht vereinbare Persönlichkeiten aufeinander. Letztlich ist die Frage, wie es zu Mobbing kommt, nicht eindeutig zu beantworten. Daher sollte der Fokus auf Präventions- und Interventionsmaßnahmen gelegt werden, die auf vielfältige Weise Handlungsmuster abgreifen und Mobbing vorbeugen bzw. verhindern.