Medienhelden

Mobbing im Internet nimmt unter Kindern und Jugendlichen als Form der Gewalt vor allem in sozialen Netzwerken stetig zu. Vor diesem Hintergrund wurde das Programm „Medienhelden“ als Präventions- und Interventionsmaßnahme ins Leben gerufen – das Ergebnis einer von der Europäischen Union geförderten Forschungskooperation zwischen Deutschland, Italien, Spanien, England, Polen und Griechenland im Rahmen von „DAPHNE III“. DAPHNE III ist ein Programm, das „Zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen sowie zum Schutz von Opfern und gefährdeten Gruppen“ beitragen soll.

„Medienhelden“ ist ein strukturiertes und schulbasiertes Präventionsprogramm gegen Cybermobbing, das Lehrerinnen und Lehrer in ihren Unterricht integrieren können. Sie werden dafür zuvor durch Mitarbeiter der Freien Universität Berlin geschult.


Zielgruppe

Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 1. bis 4. Klasse der Sekundarschule.


Aufbau

Das Präventionsprogramm „Medienhelden“ zeichnet sich durch ein vielfältiges Methodenspektrum aus. So nehmen die Schüler beispielsweise im Rahmen der sogenannten Identifikationskreis-Methode in Rollenspielen verschiedene Perspektiven ein: die des Opfers, des Täters oder eines Unterstützers. Im Anschluss an die Rollenspiele berichten sie von ihren Gefühlen, Gedanken, Wünschen und Handlungsspielräumen, die sie in der jeweiligen Rolle hatten. Auf diese Weise wird den Schülern nähergebracht, welche Motive bei Cybermobbing eine Rolle spielen können und welche Gefühle dies bei den Beteiligten auslöst.

Ziele

  • Neben der Umsetzung von Präventionsmaßnahmen sollen entscheidende Medienkompetenzen vermittelt werden.
  • Über die Verminderung von Cybermobbing hinaus ist es zudem das Ziel, durch die Teilnahme an dem Programm zu einer feststellbaren, grundsätzlichen Verbesserung von Empathie und Perspektivenübernahme zu kommen.